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{3. August 2008}   Stolz und Vorurteil (Buch)

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Jungeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.
Auf einem Ball begegnen sich die geistreiche und eigenwillige Elizabeth Bennet und der distinguierte und vermögende Mr. Darcy zum erstenmal. Doch obwohl sie wie füreinander geschaffen sind, stehen Darcys Stolz auf seinen Stand und Verstand und Elizabeths Vorurteil zunächst zwischen ihnen.

Jane Austen beschreibt so ungezwungen und witzig eine Zeit, die uns ewig entfernt scheint. Eine Zeit, in der Frauen nur ihren Stand erheben konnten, wenn sie reich heirateten, und in der Männer darauf bedacht waren, ein gutes Einkommen zu erhalten, um dann von den Zinsen zu leben. soweit zumindest in den oberen Schichten. Und damit kannte sich Jane Austen aus, wie kokettiert wurde, wie wichtig Geld in den Beziehungen war, wie selten Liebe eine Voraussetzung gewesen ist und was man zum Zeitvertreib machte. Schwätzen. Wenn einer nicht so gewandt reden konnte, aber Geld zur Verfügung hatte, so war er Stolz, und das Gerede der Leute verbreitete Vorurteile.

Um all das geht es in Stolz und Vorurteil, und dabei sind die herzlich beschriebenen Charaktere einfach perfekt aufeinander abgestimmt. Der sehr verschachtelte Satzbau von Jane Austen macht es für ungeübte Leser sicherlich schwierig Einzelheiten heraus zu lesen. Doch hat man sich daran gewöhnt, wie ihr Witz funktioniert, kommt man aus dem Lachen und Schmunzeln fast nicht mehr raus. Erst gegen Ende wird der Ton etwas ernster, dafür von mehreren Happy Ends gekrönt.

Mr Bennet lebt mit seiner etwas törichten Ehefrau und den fünf Töchtern auf seinem bescheidenen Landsitz in Hertfordshire. Als auf dem benachbarten Anwesen – Netherfield Park – der neureiche Junggeselle Charles Bingley als Mieter einzieht und seinen finanziell noch besser gestellten Freund, den standesbewussten Aristokraten Fitzwilliam Darcy, mitbringt, hofft Mrs Bennet auf eine gute Partie ihrer ältesten Töchter Jane.

Als erste der Schwestern erhält jedoch nicht Jane, sondern Elizabeth, die Zweitälteste, einen Heiratsantrag, und zwar von ihrem Cousin: Reverend William Collins. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter will Elizabeth nichts von einer Eheschließung mit dem eingebildeten, selbstgerechten Geistlichen wissen, der sich daraufhin ihrer Freundin Charlotte Lucas zuwendet und diese schließlich heiratet.

Statt für Collins interessiert Elizabeth sich für Leutnant George Wickham. Als er Darcy schlecht macht, verstärkt sich Elizabeths Abneigung gegen den standesbewussten Aristokraten auf dem benachbarten Grundstück, der geringschätzig auf die Bennets herabschaut. Weil Elizabeth überzeugt ist, dass Darcy ebenso wenig von ihr hält wie sie von ihm, unternimmt sie nicht den geringsten Versuch, ihm zu gefallen, sondern brüskiert ihn unhöflich. Ungewollt beeindruckt sie ihn jedoch gerade durch ihr selbstbewusstes Verhalten. Quelle und mehr



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