Literaturverfilmung auf deutsch, das klappt. Sonst bin ich ja immer voreingenommen, doch dieses Werk ist stimmig und macht Lust auf das Buch von Thomas Mann, was ja an sich schon eine Leistung sein dürfte.
Die Buddenbrooks – Untergang einer Kaufmannsfamilie, so der Untertitel, ist ein autobiografisches Familienzeugnis des 19. Jahrhunderts und auch in dieser Zeit gehalten. Mit all den Konventionen, Richtlinien und was einem noch so in die Quere kommen kann, wenn man sich entfalten will.
Die deutsche Produktion von 2008 taucht auch voll in diese Zeit ein, und man kommt sich nicht fehl am Platze vor. Tolle Bilder und sympathische Schauspieler machen diesen Film zu einem schönen Stück Geschichte.
Es geht um Menschen, und nicht darum eine einzelne Geschichte zu erzählen. das mag für manche vielleicht langweilig sein, meinen Geschmack trifft es. Auch die Schauspieler spielen nicht theaterhaft, was mir sonst an deutschen Darstellern oft nicht gefällt.
Die Kinoversion ist gekürzt, die TV-Version, die bald folgen soll, wird als Zweiteiler ausgestrahlt und wird dann jeweils 90 Minuten zeigen. Ob diese Version nun besser als die schwarz-weiße ist, kann ich nicht beurteilen, da mir die Ausstrahlung des älteren Films zu spät war.
Jetzt will ich nur noch das Buch lesen, am besten relativ früh, damit ich es noch besser vergleichen kann ^^

Das ganze ding wirkt eher langgezogen und wie eine ARD-Fernsehproduktion und nicht wie ein Kinofilm…
wohl, weil es eine öffentlich rechtliche Produktion ist
und nur eine Filmversion geschnitten wurde ^^