Die Fledermaus
Operette von Richard Genee, Libretto
Musik von Johann Strauss (Sohn)
Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern

Sie gilt als Höhepunkt der sogenannten Goldenen Wiener Operette – „Die Fledermaus“. Uraufgeführt 1874, bleibt diese „kleine Oper“ bis heute ein einzigartiger Walzer- und Melodienreigen mit unsterblichen Klängen und einer äußerst amüsanten Handlung:
Der Notar Dr. Falke sinnt auf Rache. Vor Jahren wurde er unsterblich von seinem Freund, dem Rentier Eisenstein blamiert, als der ihn betrunken in einem Fledermauskostüm im Park zurückließ und dem öffentlichen Gespött preisgab. Und so nimmt eine Geschichte voller Lust, Verführung und Schwindel ihren Lauf, an deren Ende es einige betrogene Betrüger gibt. „Le reveillon“ – lautete der Titel der französischen Textvorlage, benannt nach dem militärischen Signalruf: Raus aus dem Alltag. Das Werk spiegelt die bis heute unbändige Sucht wider, Normalität und Alltagstristesse durch Rausch und Orgie überwinden zu wollen und dabei einen gefährlichen Tanz auf dem Vulkan zu wagen: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist…“
Wie das bei Operetten und überhaupt Gesang im Theater ist, man versteht nicht alles. Doch das, was ich verstanden hab, war so voller Wortwitz und Schlakhaft, dass man gerne gelacht hätte – doch dann hätte man ja wieder was verpassen können
An und für sich,ist es eine Verwechslungskomödie und hat mal so gar nichts mit Fledermäusen zu tun. Ich tippe mal auf einen Insiderwitz von Strauss jr. *g* Da ich ja schon Shakespeare’s Verwechslungsstücke liebe, kann ich auch schlecht sagen, das hier ist total was Neues und DIE herausragende Geschichte, aber launig allemal. Dazu trägt natürlich die beschwingte Musik des Walzers mit, denn jeder mit Rhythmus im Blut schunkelt dabei mit.
Eine schöne, auch ans Publikum gerichtete, Inzenierung, die als Gastspiel momentan in Heilbronn zu sehen ist.
