Vor dem Hintergrund eines fiktiven totalitären Staates im Großbritannien der Zukunft, erzählt „V wie Vendetta“ die Geschichte einer jungen Frau aus der Arbeiterklasse namens Evey (NATALIE PORTMAN), die von einem maskierten Mann (HUGO WEAVING), der unter dem Pseudonym „V“ bekannt ist, aus einer lebensbedrohlichen Lage gerettet wird. In seinem Bestreben, die englischen Bürger von der Korruption und Grausamkeit der Regierung zu befreien, verdammt er die tyrannische Natur der Führungsriege und fordert seine Mitbürger auf, mit ihm am 5. November – dem traditionellen Guy Fawkes Day – vor das Parlament zu ziehen.
Der Film – ein unterhaltsamer Comic
Also, wenn man nichts denkt beim Ansehen,w ird man fantastisch unterhalten. der Look ist super,Natalie Portman sowieso, Hugo Weaving sieht man zwar nicht, aber er fesselt dennoch, und die Geschichte hat etwas zu erzählen. Obendrauf gibt es ein paar Matrix-Action-Szenen und eine Art Happy End. Juhu ^^
Doch es steckt mehr dahinter.
Der Hintergrund – Politik
das gezeigte politische Regime sol an die NS-Diktatur erinnern. Ein von oben kontrollierter Staat, mit einem fast unterwürfigen Polizeiapparat, mit Ausgangssperren und manipulierten Medien. doch mich hat diese Aufmachung an kommunistische Staaten erinnert, wie sie momentan auch noch gibt. Und es hat mich zutiefst erschüttert und verwirrt. Doch wie sollte man sich in solch einer gesellschaft verhalten? Helfen Proteste? Hilft Gewalt?Oder kann man auch damit weiterleben?
Fazit zum Film: Mich hat er sehr zum Nachdenken gebracht und erst durch ein gespräch mit C.H. konnte ich das gesehen und die gedanken in Worte fassen *danke*. Der Film ist vielschichtiger als man zuerst meinen mag und auf jedenfall einen Kauf wert.
Ab hier gibt es SPOILER zu Handlung
Die Handlung – Rache
ein Mann wird als Versuchskaninchen mißbraucht, und rächt sich nach und nach an allen ihm bekannten Personen. Wie viele Jahre dazwischen liegen, wird dem zuschauer nicht gesagt. Doch für mich war das schon ein ungutes Gefühl zu erkennen, dass es ihm nicht nur um das Regime ging, als er mit dem Kämpfen anfing. ist seine Vendetta also gerechtfertigt? darf er aus persönlciher Rache töten? Darf man überhaupt Selbstjustiz ausüben? Und darf man das alles tun, wenn man seine persönlichen Zielen mit der Freiheit eines ganzen Staates vereinbaren kann – und damit jedem Zuschauer suggeriert, es gehe um das Gesamtwohl? Immerhin laufen am Ende des Films alle zum großen Finale, die Masse überflutet die Staatsgewalt, und auch die persönliche Rache wurde gestillt. Mit einem moralischen Ende, auch der Vollstrecker der Befreiung muss sterben.
Schlimm find ich wirklich die Folterszenen… und im Nachhinein sind diese auch noch überflüssig, zumindest für die Charaktere. So emfpinde ich das zumindest. Verwirrend finde ich die Figur des V, man bekommt zwar eine Erklärung, aber er bleibt dipolar, er ist der gute Rächer und er ist der bestialische Rächer. Doch das dürfte wohl beabsichtigt sein, so dass man als Zuschauer nicht nur der passiv Denkende bleibt, sondern weiter darüber hinaus nachdenkt.
Dies hat zumindest bei mir funktioniert.

Remember, Remember…
Jepp, sehr guter Film.
Mir fällt irgendwie gerade auf das ich den Film mal wieder sehen muss, habe ihn gerade doch nicht so parat, wie ich dachte. Wie dem auch sei: Im Kern geht es eben um jene Fragen, die du ja auch angespreochen hast: Reichweite der Mittel, wer legitimiert, wer entscheidet was angemessen ist… Schöner Film, druch den ich jetzt durch deine Rezension und das Gespräch mal wieder richtig Lust habe. So, und nun geh ich Oscars guscken…
Ich fand den Film auch sehr interessant und im Grunde ist er auch sehr vielschichtig. Er lohnt für Diskussionen und somit hat er auch einen „Wert“.
Prädikat: wertvoll ^^
Einstimmig beschlossen
Dikutieren darf man hier gerne, das wisst ihr